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Viel Wirbel um Miss Hope

Amelie rückte näher und näher an den Geburtstermin, doch in der letzten Zeit davor war nicht zu übersehen, daß *gut gehen* irgendwie anders aussieht. Engmaschig überwacht brütete sie einen Infekt aus, der sie ganz schön belastete. Bis zur Geburt war da keine Spur von Euter und Amelie wurde immer weniger.  Nach einer für alle ermüdenden Nacht lag endlich das feuchtgelbe Bündeln schniefend im Stroh neben einer nicht weniger fertigen Stute. Amelie konnte sich von vorneherein nicht für den vom Fruchtwasser quietschgelb verfärbten Fellhaufen interessieren, duldete ihn, aber mehr auch nicht.

    

Ihre Milchbar blieb auch trocken und die dringend fällige Behandlung, an die sich mit dem Zwerg im Bauch keiner wagte, nahm den Rest ihrer Kräfte in Anspruch. So war die erste Mahlzeit des Fohlens, als es endlich halbwegs trocken und auf den Beinen war, die eiserne Reserve aus dem Tiefkühler. Biestmilch einer Traberstute. Amelie bekam auch in den Tagen darauf keinen Drang nach ihrem Kind und auch das Dulden wich genervtem Drohen und Wegbeißen.

Nun denn, Zwergi, Dich kriegen wir auch so groß.

    

    

Mit viel Geduld, Schlafentzug, Milchflaschenwärmen, Durchfallwischen und tierärztlicher Unterstützung nahmen Marion und Ronja den Kampf auf. Da beide, völlig überbewertet, auch noch beruflich eingespannt sind, ging es zu zweit besser, als wenn einer alleine auf dem Zahnfleisch rumkriecht. Und die Kleine kämpfte tapfer mit. Mal stark, mal weniger stark, anfangs sehr bedenklich. Da war der Name *Miss Hope* Programm und schon in Stein gemeißelt. Aber sie schaffte es. Und wir hoffen sehr, daß die kleine Kämpferin es weiterhin packen wird und jede noch so unverhoffte Krise (und das kann sie!) meistert. Noch krumme Beinchen, alles noch weich und durchgebogen, Durchfall, Tierarzt... Langeweile kommt so keine auf.

 

Mit ihren Ersatzmamis im Gefolge wurde Püppi Bewegung im Paddock verschafft. Wer da die krummeren Beine hat, war in den ersten Tagen nicht ersichtlich. Püppis sind inzwischen schön gerade, die der Ersatzmütter, lassen wir das.

    

 

Ein einsam stehendes Fohlen ist doof. Irgendwann soll es ja auch mal begreifen, daß es weder ein Mensch noch ein Hund ist. Also wurde Lümmel zum Onkel auserkoren und die Annäherung in Angriff genommen. Nach anfänglicher friedlicher Neugier befand Lümmel aber, daß so ein Hilfsarbeiterjob unter seinem Niveau ist und Kinder sind sowieso doof.

    

Nachdem er das zunehmend unmutig kund tat, v.a. auch der Kleinen gegenüber, war die Trennung nur noch Formsache.

Dafür hat Mimi beschlossen, die Kleine zu adoptieren. Das wiederum fand Hope seltsam, trug aber Mimis Liebesüberfälle und Kuschelversuche mit Fassung. Davon gibt es leider keine Bilder, weil beide sofort ans Gitter stürmten, sobald einer auch nur in die Nähe kam.

 

28.4.2015

Irgendwann kam dann auch die Ente aus dem Dauerurlaub zurück und es wird langsam Zeit für Hopes HP-Auftritt. So ging es noch am selben Tag zur Ranch für die ersten enteneigenen Bilder. Mit einem Stuhl bewaffnet hockte sich das Federvieh in eine Boxenecke und wartete darauf, für die Lütte uninteressant zu werden. Aber Pustekuchen. Was ein angehendes Starmodel ist, wirft sich der Paparazza lachend vor die Füße, sehr wörtlich! Mimi will nur raus, solange ein Mensch in der Box ist, so wurde das nicht viel mit schönen Bilder.

Irgendwann verschaffte ich mir Gehör zwischen den: "Ist die Milch schon fertig, haste die letzte Mahlzeit eingetragen, wieso sind die Fütterabstände anders, wann ist die nächste Mahlzeit fällig, wie hat sie gekackt, hat sie gepinkelt, alles gut, wer ist dran?"-Rufen und merkte hochnotwichtig an: "Morgen Fototermin in der Weide, das Kind braucht Bewegung!" (und Ente schönere Kulisse!!)

    

 

    

 

29.04.2015

 

Bei traumhaftem Fotowetter ging es tags drauf auf die Weide. Waren PÜPPI (so wird sie nun genannt, kommt gut, später bei 650kg!) zunächst die fremden Untergründe auch sehr suspekt, siegte doch schnell die Neugier und es dauerte gar nicht lange, bis sie merkte: Gas geben macht Spaß!

Einer zieht und einer schiebt, das wird schon, ist nicht weit!

    

 

Ein Überzeugungsbussi von *Mami* und schon steigt der Mut immens. Und neben ihr kann einem eh nix passieren.

 

    

Und dann dauert es auch gar nicht mehr lange, bis man herausfindet, wie cool richtig Gas geben ist. Selbst die gefährlichsten und höchsten Grünbüschel werden todesmutig überwunden.

    

 

    

 

    

Nach dem ersten Ausflug in die große grüne Weite ging es ganz schön müde zurück Richtung Milchflasche und Bett.

Abends kamm per Facebook die nächste Hiobsbotschaft: Das Püppi hat Fohlenlähme! Fieber, Gelenke autschen, keinen Hunger mehr... zum Henker, wozu läßt man denn den Tierarzt impfen? Aber Flaschenkinder sind nun mal noch empfindlicher und Traberbiestmilch ist nicht Mamas Dröhnung. Zwei Tage wurde wieder gezittert und wieder hat die kleine Amazone bewiesen, was sie will: DIE WELT ENTDECKEN! Wieder konnten alle aufatmen.

Zwischendrin wurde natürlich zunehmend überlegt: Wem kann man die Kleine später unterjubeln? Zum Trinken wohl kaum noch, aber so als Mitläufer für Anschluß in die Herde. Prädistiniert für den Job sind einige Damen, allen voran aber Odette. Die klettert ja so schon fast über die Boxenwand, wenn sie die Kleine nur ahnt. Und selbst wenn die Kleine heimlich mittrinkt, sie schafft auch zweie...

Doch erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

 

02.05.2015

Entwarnung für Püppi, Fieber weg, Hunger wieder da, hinten raus kommt nur Gutes. Die gute Laune ist zurück und Marions Geburtstag wird fröhlich verbracht.  Abends geht es mit Gästen noch durch den Stall, lange nach dem GuteNacht-Sagen in selbigem. Bis ein Gast, der schon 3 Boxen weiter war anmerkte: "Ähm... hier fohlt eine Stute!"

"Ja is klar, vorhin noch alles gut, die nächste hat noch 3,5 Wochen Zeit, MACH KEINEN SCH***!"

Er meinte es bitterernst und so konnten alle nur noch zusehen, wie Odette einige Zeit zu früh ihren Nachwuchs zur Welt brachte. Auffallend klein, hübsch bunt, gleich zweie und leider tot.

Marion machte das einzig Vernünftige: "PÜPPI! Odette, bleib locker, DU hast ein Fohlen, versprochen!"

Den Rest schenke ich mir, die Bilder sprechen für sich. In dem ganzen Chaos zwischen: Mist, *zensiert*, Tierarzt, Chaos, Frust und Hoffnung und seht selber:

Man beachte die hoch interessierte Dame im Nebenstall!

 

         

 

"Also Odette, wenn Du nicht willst, ich wäre wohl interess..."  ... "Hast Du sie noch alle, Anette? MEINS!"

 

Und wenn alles so gut läuft, wird man gerne übermütig: "Dann pass mal uff, Kleene... hier unten, da hinten, wo es schön warm ist und so gut riecht, ist dauerhaft und unbegrenzt verfügbar, worauf Du bei uns Stuuuuunden warten mußt!" Und Püppis anfängliche Unsicherheit vor dem großen, fremden Tier war auch schnell Geschichte.

    

Odette hat richtig schön mitgespielt und sich breitbeinig und sich der Kleinen zuwendend die Milchbar angeboten wie ein Riesen Ü-Ei.

Da konnte der Erfolg nicht lange auf sich warten lassen.

    

 

03.05.2015

Der Tierarzt hat nun schon seine eigene Kaffetasse bei den inzwischen täglichen und mehrmals täglichen Besuchen auf dem Hof. Erst für die Kleine, dann für die Große, nun für beide. Aber beide spielen nach wie vor prima mit. Odette wird noch einige Tage brauchen, Püppi zu erklären, daß bitteschön ein Fohlen der Mutter zu folgen hat und nicht umgekehrt, aber sie mögen sich, die Zwergin darf bei Odette trinken und der Rest?

Nicht erwähnenswert! Das kommt.

Bleibt nur noch: ALLE MANN DAUMEN DRÜCKEN, daß es bei dem Happy End bleibt und nicht noch was...schreib nicht weiter, Ente... das wird!

         

 

    

 

    

Ihr dürft aufhören mit Daumendrücken. Odette und Püppi sind inzwischen ein eingespieltes Team. Zu Beginn wurde Odette noch manchesmal ganz schön warm bei der Verfolgung ihres sehr selbstständigen Kindes, aber die Kleine hat endlich weitgehend begriffen, wer die Richtung vorgibt. Gut genug, daß sie mit in die Herde darf. So nun hier die letzten Bilder vom Dreamteam und damit beenden wir das Hope-Extrablatt und weitere Bilder findet Ihr bei den Ranchgeschichten unter 2015 Fohlenweide.

    

         

Happy End und viel Spaß bei den anderen!


 

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